Orte
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Hier die Orte wo unsere Ahnen / Familien her kommen
und etwas Zeit Geschichtliches

Köln

Stadtwappen

viele laufen darüber es gibt nicht mehr so viele Kanaldeckel mit Wappen. Das große Wappen der Stadt zeigt einen mit dem Doppelköpfigen Adler in dem das kleine Wappen eingelassen ist. In seinen Fängen hält der Adler Schwert und Zepter. Im Jahre 1475 wurde Köln von Kaiser Friedrich III. in den Status der freien Reichsstadt erhoben und hatte dadurch nicht nur Reichsstadtprivilegien, sondern 13 weitere Privilegien erhalten (u.a. das Recht, Münzen zu prägen).

Der Reichsadler im Wappen resultiert aus dieser Zeit. Die Zweiköpfigkeit symbolisiert, dass zu dieser Zeit der römische Kaiser zugleich deutscher König war. Gelesen und übernommen, Das Stadtwappen von Köln


Mülheim

Die Ursprünge Mülheims lassen sich bis ins 9. Jahrhundert zurückverfolgen.
Durch die Eingemeindung nach Köln wurde die Selbständigkeit Mülheims 1914 beendet.

Mülheimer Brücken

Am 20. Juni 1927 schlug das letzte Stündlein für die Mülheimer Schiffbrücke, die hier auf einer Aufnahme von August Sander aus dem Jahr 1925 zu sehen ist. Festlich geschmückt und unter reger Anteilnahme der Bevölkerung wurde sie abgefahren.
Sie mußte Platz machen für die neue, feste Brücke. Die Schiffbrücke selbst, die 1885 ausrangierte Mainzer Schiffbrücke,war erst 1888 an dieser Stelle in Betrieb genommen worden. Bis dahin wurde der Fährverkehr zwischen Köln und Mülheim mit Booten -
dem "Müllemer Bötche" - und Fähren betrieben.

Bei den Verhandlung zur Eingemeindung von Mülheim nach Köln (zum 1. April 1914) hatte man sich auf eine feste Brücke geeinigt, aber der folgende Weltkrieg setzte andere Prioritäten. In den 1920er Jahren wurden die Verkehrsverhältnisse jedoch immer kritischer, nicht zuletzt durch den steigenden Verkehr an Motorfahrzeugen. 1925 mußte die Schiffbrücke 31-mal am Tag geöffnet werden, bei einer durchschnittlichen Öffnung von 9 Minuten hieß das, die Brücke war zum Verkehrshindernis geworden. Zudem wich der Verkehr auf die beiden Altstadtbrücken aus.

So beschloß die Kölner Stadtverordnetenversammlung im Juli 1926 den Bau einer festen Rheinbrücke zwischen Köln und Mülheim. Man rechnete mit Gesamtkosten von 22 Mio. RM. Es wurde - wie üblich - ein Wettbewerb ausgeschrieben und im Februar 1927 entschied sich das Preisgericht für die Bogenbrücke der Fa. Krupp.

Oberbürgermeister Konrad Adenauer aber gefiel diese Brücke überhaupt nicht, er plädierte aus ästhetischen Gründen für eine Hängebrücke. Es folgten weitere Entwürfe und Verhandlungen, Vertagungen und Gutachten und schließlich tendierte die Meinung der Stadtverordneten zu einer Hängebrücke, wie sie von einer Anbietergemeinschaft - darunter die Kölner Unternehmen Felten & Guilleaume und Grün & Bilfinger - zum Preis von 13,3 Mio. RM vorgestellt wurde.

Neben dem ästhetischen Aspekt war auch von Bedeutung,daß bei diesem Bau 58 Prozent der ausgegebenen Gelder in Köln verblieben. Krupp legte ein neues Angebot mit 9,95 Mio. RM für eine Bogenbrücke vor. Daraufhin wurden neue Angebote für eine Hängebrücke eingefordert und schließlich votierten die Abgeordneten mit einer Mehrheit aus Zentrum und Kommunisten mit 47 : 36 für eine Hängebrücke zum Preis von 11,09 Mio. RM. Die tatsächlichen Kosten (incl. Grundstückserwerb usw.) beliefen sich am Ende auf 16,9 Mio. RM.

Die 1927 bis 1929 errichtete Mülheimer Brücke war die erste Brücke die den Rhein in einer Öffnung überspannte. Die Weite von Pfeiler zu Pfeiler betrug 315 Meter sowie 91 Meter Nebenöffnung auf jeder Seite. Die Gesamtstützweite betrug 497,06 Meter. Diese größte Hängebrücke Europas wurde vor 75 Jahren am 13. Oktober 1929 feierlich in Betrieb genommen.
Sie hatte aber nur 15 Jahre Bestand.

Am 14. Oktober 1944 wurde sie als erste Kölner Rheinbrücke bei einem Luftangriff zerstört.
Schon bald nach Kriegsende stand fest, daß die Mülheimer Brücke wieder errichtet werden sollte.
Im September 1949 entschied sich die Kölner Stadtverordnetenvertretung für eine erdverankerte Hängebrücke (angeboten von Kölner Firmen).
Nicht zufällig begannen am 13. Oktober 1949 die Bauarbeiten, am 8. September 1951 folgte die feierliche Einweihung, an der auch Bundeskanzler Adenauer teilnahm.

1974-77 Umbau der Brückenfahrbahn zur Anlage eines besonderen Bahnkörpers für Stadtbahnen Aufnahme des Stadtbahnvorlaufbetriebs der Linie 16 zw. Köln-Mülheim und Bonn-Bad Godesberg am 12. August 1978. 1998 wurde mit der Neugestaltung der Grünanlage an der Südseite der Brücke auf Mülheimer Seite begonnen.

Die wesentlichen Bereiche wie Spielplätze und Grün waren im Jahr 2000 fertiggestellt. Mit den letzten Straßenbauarbeiten und einigen Bepflanzungen wurde die Maßnahme erst im Laufe des Jahres 2002 abgeschlossen.

Brunnen u. Denkmäler

Nepomuk ist der Schutzheilige der Schiffer, Brücken und Beichtväter

Gebäude

Der erste Geschäftsmann (Gustav Heuser), der fleißig oft bis in die tiefe Nacht gearbeitet hatte, war bereits vorher allzu früh aus Gram nach den Wirtschaftskrisen nach 1929 im Jahre 1933 verstorben. Sein sehr junger, wissenschaftlich vielversprechender Sohn hat sehr jung das Geschäft übernommen, aber er wurde im Dritten Reich denunziert und hat auch sehr, sehr jung das Erdenreich verlassen.

Seine junge Witwe hat mit ihren sehr kleinen Kindern wie viele andere auch um das Überleben gekämpft. Herr Nickolay hat z.B. in diesem Hause zwei nachträglich heruntergefallene Wände hochgezogen, der Sohn des traditionellen Steuerberaters der Familie Heuser, Herr Heinrich Horn, hat mitgekämpft. 1956/57 wurde das Haus wiederhergestellt und 1976 wiederum neu renoviert.

Nach dem Krieg hat die Firma Struwe, später Schaudinn für 50 Jahre hier einen Großteil der Mülheimer Handwerker mit Eisenwaren versorgt.

Im 2. Weltkrieg wurde das Eckhaus bei den zwei großen Fliegerangriffen im Oktober 1944 bis auf das zweite Stockwerk, bzw. sogar erste zerstört!!!
K Ö L N hat ja bis zu 80 % in Trümmern gelegen.

Nach dem Umzug gab es später unter der alten Adresse in der Wallstraße 110, Sahne Meyer, der dann Ende der 60iger Jahre in einen Neubau auf die gegenüberliegende Straßenseite gezogen ist (erbaut durch den Bauunternehmer Heinz-Otto Nickolay (1919 - 2007).

Mit-Autor des wunderschönen Bildbandes,

KÖLN - Mülheim
IN ALTEN Bildern
von
Bernhard Kempkes

aus Archivbildern, die er seit 1945 gesammelt hatte: z.B. 1800 alte Ansichtskarten von Mülheim! Mit alten Fotografien besaß er also etwa 3500 Exponate, außerdem das erste alte Adressbuch von 1814 und viele weitere Bände, und mehr.
Ein Besuch bei diesem ehrwürdigen Herrn zählte ganz gewiss zu den wertvollen Ereignissen.

Buchheim


Bereits im Jahre 1160 wurde in Buchheim eine Pfarrkirche erwähnt. Andere Quellen deuten sogar auf eine Besiedlung bereits zur Zeit der Karolinger hin.
1663 wurde die Wasserburg Herl erbaut. Im 18. Jahrhundert entstand ein Park mit der Kapelle St. Johann Nepomuk.

Politisch gehörte Buchheim seit dem Mittelalter zum Amt Porz im Herzogtum Berg. 1795 besetzten französische Truppen Buchheim.
1808 entstand die Mairie Merheim, zu der auch Buchheim gehörte. Die Mairie Merheim war ein Teil des Kantons Mülheim im Département Rhein.
Seit 1815 gehörte Bucheim zur Bürgermeisterei Merheim im Kreis Mülheim im Königreich Preußen. Am 1. April 1914 wurde Buchheim nach Köln eingemeindet.

Eine Textstelle aus Johann Bendels "Heimatbuch des Landkreises Mülheim am Rhein" belegt, dass die Namen der beiden Kölner Stadtteile,
die unsere Gemeinde bilden, nichts mit "Büchern" zu tun haben, sondern mit "Buchen". Buchheim grenzt im Osten an Holweide,
im Süden an Höhenberg, im Westen an Buchforst und im Nordwesten und im Norden an Mülheim.

Dort heißt es: "Aus alter Zeit sind besonders vier große Wälder zu nennen. Im Norden zog sich von Mülheim, Stammheim und Flittard bis nach Odenthal und Berg.
Gladbach der Buchenforst. Er ist jetzt, wenigstens so weit er in der Ebene lag, gerodet und in fruchtbares Ackerland umgewandelt.
Der Ort Buchheim, zu Mülheim gehörig, erinnert durch seinen Namen noch immer an den alten Forst ..."

(Köln-Mülheim 1925, Neuauflage Köln 1973, S. 21)

Buchheim ist als Ort älter als Mülheim, das heutige Zentrum des Stadtbezirkes. Es existieren Quellen, nach denen bereits in karolingischer Zeit,
also Ende des ersten Jahrtausends nach Christus, im heutigen Buchheim eine Pfarrkirche existiert hat. Die frühere Pfarrkirche Sankt Mauritius wird erstmals um 1160 namentlich erwähnt.
Sie war lange Zeit kirchenrechtlich das Zentrum des heutigen Stadtbezirkes, was wohl darauf zurückzuführen ist,
dass der Buchheimer Hof kirchliches Lehen des Domkapitels war und insofern der Einfluss des entsprechenden Domküsters Buchheim sehr zu Gute kam.

Alteingesessene Buchheimer behaupten sogar, die dortige Kirmes könne auf eine 500-jährige Geschichte zurückblicken.
Angeblich war sogar Freiherr von Goethe einmal zu Gast. Wirtschaftlich gesehen war die Zeit des Einflusses durch das Domkapitel für Buchheim die Blütezeit,
denn mit der wachsenden Industrialisierung lief Mülheim, auch durch seine ideale Lage am Rhein, den Buchheimern bald den Rang ab.
Auch in Buchheim gab es zwar Industriebetriebe, aber Mülheim hatte mit seinen Großbetrieben wesentlich mehr Einfluss.

Goethe war schon zu Besuch


Die Buchheimer behaupten gerne, dass Adam und Eva, als sie aus dem Paradies vertrieben wurden, nach Buchheim ausgewandert seien.
Auf alle Fälle ist Buchheim trotz der zentralen Lage im Stadtbezirk und der flächendeckenden Bebauung sehr ursprünglich geblieben.
Viele traditionelle Vereine und Feste bestimmen das Leben in diesem Ortsteil.

Buchforst


Lechenich

Stadtwappen

ist der zweitgrößte Stadtteil von Erftstadt im Rhein-Erft-Kreis, 20 km westlich von Köln gelegen. Zu Lechenich gehören Konradsheim und Heddinghoven.

Kriege, Brandkatastrophen und Neubauten

Die stark befestigte kurkölnische Stadt Lechenich hatte nur zwei Stadttore in ihrem Mauerring,verbunden mit einer Straße in Ost-West-Richtung. Die Straße durch das westliche Dürener oder Herriger Tor führte über Herrig nach Düren, vom östlichen Bonner Tor verlief die Landstraße nach Bonn.

Im 16. und 17. Jahrhundert war Lechenich wegen der strategischen Bedeutung in die Pläne der kriegführenden europäischen Mächte (Fürstenhäuser) einbezogen. Im Kölner Krieg oder auch Truchsessischem Krieg hatte der abgesetzte Kurfürst Kurfürst Gebhard Truchseß von Waldburg 1583 Stadt und Schloss Lechenich besetzt. Im Auftrag des Domkapitels und des neu gewählten Kurfürsten Ernst von Bayern wurde Lechenich von deren Truppen eingenommen.

1642 im so genannten "Hessenkrieg", einem Teil des Dreißigjährigen Krieges, gelang es den Belagerern unter Marschall Guébriant zwar die Stadt, nicht jedoch das Schloss einzunehmen.

In den Kriegen Ludwigs XIV. von Frankreich, mit dem der Kölner Kurfürst Maximilian Heinrich von Bayern verbündet war, lagen französische Truppen im Schloss zu Lechenich. 1673 wurden Stadt und Schloss Lechenich von kaiserlichen Truppen unter Feldmarschall Montecuccoli und Feldmarschall Bournonville erfolgreich belagert und zur Aufgabe gezwungen. Bis zum Ende des siebenjährigen Krieges 1756 war die Bevölkerung durch Einquartierung, Geld- und Sachlieferungen (Fouragelieferungen) und immer häufiger erhobene Steuern stark belastet.

Die Stadt und ihre Bevölkerung wurde mehrmals Opfer großer Stadtbrände. So 1642 beim Abzug der Belagerer, und erneut 1689, als die mit dem Kölner Kurfürsten und seinem Koadjutor Wilhelm Egon von Fürstenberg verbündeten, abziehenden Franzosen auch das Schloss anzündeten. Schwere Auswirkungen hatten die Stadtbrände 1702, 1722, und 1744, wobei 1702 und 1722 fast alle Häuser verbrannten.

Nach dem Brand von 1744 wurde sowohl der Neubau einer Kirche als auch der eines Rathauses notwendig. Die Kirche wurde von 1746 bis 1749 als barocke Hallenkirche erbaut, ein neues Rathaus von 1752 bis 1756 auf dem Marktplatz errichtet.

Quelle des hier veröffentlichen Textes: Lechenich
Quelle der hier verlinkten Bilder: Bilder

Rathaus und Marktplatz 1897
Husarenquartier, Gendarmeriestation, Landratsamt, und heutiges Restaurant
Herriger Straße. Schienenverlegung zur Vorbereitung der Kanalarbeiten (1901)
Bonner Tor und Rotbachbrücke 1897
Oebelsmühle vor 1895



Dieck

Dieck wurde vor 1560 angelegt. Der Gründer, Schulte, soll aus Hammerstein gekommen sein. In Dieck wurde am 14. Juli 1717 "Die Hufenklassifikation von Dieck" durch geführt. Hiernach gab es die drei Großgrundbesitzer; Caspar Otto von Seger, Bogislaff Friedrich von Schnell und einen "Lettowschen Anteil". Dieser Lettowsche Anteil stellt eine ungeteilte Erbengemeinschaft dar. Die Familie verfügte über weiteren Grundbesitz.

Auf dem Grund des Seger waren jeweils mit einer Hufe Jacob Cujate und Mewes Cujate als Bauern verzeichnet. Als weitere Bauern oder Halbbauern werden die Familien Rehbein, Lüthke und Böhlke sowie Weidenhöft und Woldt genannt. Außerdem gab es 2 "Wüste Höfen". Der Wohnort hatte 1925 229 Einwohner, die in 28 Wohnhäusern mit 40 Haushalten lebten. Dieck war Anfang der 1930er Jahre der Hauptwohnort in der ehemaligen Gemeinde Dieck im Kreis Neustettin in der Provinz Pommern.

Der Wohnort Dieck gehörte zum Amtsbezirk Wulfflatzke. Das zuständige Landratsamt befand sich in Neustettin. Der Wohnort Dieck gehörte zum Bezirk des Amtsgerichts in Neustettin. Das zuständige Arbeitsgericht war in Neustettin.

Die Protestanten (Angehörige der Landeskirche) aus Dieck gehörten zum evangelischen Kirchspiel Wulfflatzke. Sofern Kirchenbücher erhalten sind, ist dies dort nachzuschlagen. Die Katholiken in Dieck gehörten zum katholischen Kirchspiel Neustettin.

Mit der Gründung der Standesämter 1874 übernahmen diese die Beurkundung des Personenstandswesens in Dieck. Das zuständige Standesamt war in Wulfflatzke.
Die evangelischen Kirchenbücher für das zuständige Kirchenspiel Wulfflatzke befinden sich in der Deutschen Zentralstelle für Genealogie in Leipzig.


Quelle des hier veröffentlichen Textes: Dieck


Bahrenbusch

Der Wohnort hatte 1925 424 Einwohner, die in 53 Wohnhäusern mit 78 Haushalten lebten. Bahrenbusch war Anfang der 1930er Jahre der Hauptwohnort in der ehemaligen Gemeinde Bahrenbusch im Kreis Neustettin in der Provinz Pommern Bahrenbusch hatte einen eigenen Amtsvorsteher.

Das zuständige Landratsamt befand sich in Neustettin. Der Wohnort Bahrenbusch gehörte zum Bezirk des Amtsgerichts in Ratzebuhr. Das zuständige Arbeitsgericht war in Neustettin Bahrenbusch war der Sitz eines Amtes. Dem Amt stand ein ehrenamtlicher auf sechs Jahre gewählter Amtsvorsteher vor. Zum Amtsbezirk Bahrenbusch gehörten die Gemeinden Bahrenbusch, Barkenbrügge und Marienwalde Die Protestanten (Angehörige der Landeskirche) aus Bahrenbusch gehörten zum evangelischen Kirchspiel Lottin.

Sofern Kirchenbücher erhalten sind, ist dies dort nachzuschlagen. Die Katholiken in Bahrenbusch gehörten zum katholischen Kirchspiel Neustettin. Mit der Gründung der Standesämter 1874 übernahmen diese die Beurkundung des Personenstandswesens in Bahrenbusch. Das zuständige Standesamt war in Ratzebuhr.
Kreiseinteilung der Provinz Pommern 1939

Quelle der Karten und Textes: Bahrenbusch

Zoppot-Danzig

Das Wort Zoppot ist slawischen Ursprungs und bedeutet Quelle. Als kleines Fischerdorf gehörte Zoppot im 13. Jahrhundert zur Zisterze Oliva und von 1283 bis 1807 zur Hansestadt Danzig. Die Geschichte Zoppots ist deshalb eng mit der Geschichte der Stadt Danzig verknüpft, die 1308 zusammen mit Pommerellen an den Deutschordensstaat Preußen gefallen war, 1466 unter Beibehaltung ihrer Souveränität und Bevölkerung an Preußen königlichen Anteils (das der Krone Polens, das heißt dem König persönlich, unterstellt war) ging. Im Zuge der zweiten Teilung Polens 1793 fielen Danzig und Zoppot ans Königreich Preußen.

1823 gründete der elsässische Arzt Johann Georg Haffner, der 1808 als Chirurg der Grande Armee Napoléon Bonapartes nach Danzig gekommen war, dort geheiratet und sich in Zoppot niedergelassen hatte, den ersten Strandbadbetrieb mit Kursanatorium. Zoppot erwies sich als Kurort für Erholungssuchende gut geeignet, weil bewaldete Höhenzüge den Ort vor Nord- und Westwinden schützen, die Luft milde und mückenfrei ist und das Meerwasser in der Danziger Bucht etwas wärmer ist und einen deutlich geringeren Salzgehalt aufweist als im westlichen Teil der Ostsee. Seit Aufnahme des Kurbetriebs entwickelte sich Zoppot stetig zu einem mondänen Seebad.

Von 1871 bis 1920 gehörte die Stadt zum Deutschen Reich.

Seit 1894 erschien die Zoppoter Zeitung.

Zoppot Kurhaus um 1900

Durch Erlass des Kaisers Wilhelm II. vom 8. Oktober 1901 ist der Landgemeinde Zoppot die Annahme der Städteordnung vom 1. April 1902 ab gestattet worden. Zoppot gehörte als Stadt zum Kreis Neustadt in Westpreußen. Die rund 14.000 Einwohner (1910) verteilten sich auf das ehemalige Oberdorf - in der Nähe der Eisenbahnlinie und entlang der Danziger Chaussee - und auf das Unterdorf, das Villen- und Hotelviertel in Strandnähe.

Die Stadt hatte ein Gymnasium und eine kleine evangelische Kirche. Es gab eine Pferderennbahn, die vom Westpreußischen Reitverein unterhalten wurde, sowie eine Radrennbahn. Das strandnahe Hotel Kurhaus und Logierhaus (nicht zu verwechseln mit dem 1924 bis 1927 gebauten Kasinohotel) verfügte bereits ab 1919 über ein Spielkasino. Vor dem Ersten Weltkrieg fand in Zoppot alljährlich Mitte Juli die Zoppoter Woche mit einer Reihe sportlicher Wettbewerbe statt. Dazu zählten Pferderennen, Radrennen, eine offene Segelregatta, das Ostdeutsche Tennisturnier, für das Kaiser Wilhelm II. jedes Jahr einen Preis stiftete sowie Schwimmveranstaltungen. Im August fanden zur Unterhaltung der jährlich etwa 15.000 Bade- und Kurgäste weitere Veranstaltungen statt, wie Theateraufführungen und Hunderennen. Unter den nichtdeutschen Badegästen stellten Polen und Russen das größte Kontingent. Von 1924 bis 1927 wurde nördlich des Großen Seestegs das inzwischen in Grand Hotel umbenannte Kasinohotel erbaut, das heute noch das Strandbild prägt.

Zoppot 1910 Plan

Bei der Restaurierung der Freien Stadt Danzig am 10. Januar 1920 durch den Völkerbund aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrages, (Artikel 100-108 Abschnitt XI, Teil III VV), wurde die Stadt Zoppot neben der Stadt Danzig und den Landkreisen Danziger Höhe, Danziger Niederung und Großes Werder (einschließlich der Städte Tiegenhof und Neuteich) in den Danziger Staat integriert. Es war eine kurze Übergangszeit Teil des Kreises Danziger Höhe, bevor es am 15. März 1920 zum Stadtkreis erhoben wurde. Zoppot lag nunmehr direkt an der Grenze mit Übergang zum polnischen Koliebken. Ein kleineres Gebiet Koliebkens, nur 3,34 ha groß, war bei der Grenzziehung nicht an Polen gekommen und wurde am 6. Mai 1922 Zoppot angegliedert. Zwischen den Weltkriegen legten die Schiffe des Seedienstes Ostpreußen in Zoppot an. Vom 1. September 1939 bis 23. März 1945 war Zoppot als Bestandteil der Freien Stadt Danzig aufgrund (völkerrechtswidriger) Annexion vom nationalsozialistischen Deutschland besetzt, danach, nach der Eroberung durch die Rote Armee, bis zum Potsdamer Abkommen am 2. August 1945, von Polen. Im Potsdamer Abkommen vom 2. August 1945 (Punkt IX.b, Supplement Nr. 1, Berlin 1946, S. 3-20) wurde das Gebiet der Freien Stadt Danzig, somit auch Zoppot, bis zu einer künftigen Friedenskonferenz unter die Verwaltung des polnischen Staates gestellt.

Quelle der Bilder und des Textes: Zoppot - Danzig



Lüdersbüttel(Süderdorf)


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